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Vom Symptom zur Ursache: Was ich im Kurs „Einführung in die gezielte Fehlersuche“ gelernt habe

In den vergangenen Tagen habe ich an der TVH University am Einführungskurs „Gezielte Fehlersuche“ teilgenommen. Dieser Kurs ist Teil eines praxisorientierten technischen Schulungsprogramms, das Technikern mehr Einblicke, Fähigkeiten und Sicherheit bei der Diagnose und Behebung elektrischer Fehler in Nutzfahrzeugen vermitteln soll.

Viele in unserem Beruf denken bei elektrischen Störungen als Erstes an den Austausch einer elektronischen Steuereinheit (Gehäuse, Steuerung oder Leiterplatte). In dieser Schulung wurde mir erneut bestätigt, dass dies selten die wahre Ursache ist – und dass gezielte Tests oft schneller, kostengünstiger und effektiver sind.

Warum diese Schulung wertvoll ist

Der Einführungskurs zur gezielten Fehlersuche richtet sich an Techniker, die für die Wartung und Reparatur von Elektromaschinen wie Gabelstaplern, Hubwagen und Hubarbeitsbühnen zuständig sind. Sie lernen:

  • Lesen von Schaltplänen
  • Stromversorgungskomponenten lokalisieren, erkennen und prüfen
  • Diagnosen mithilfe von Diagrammen und Messinstrumenten erstellen
  • Fehler mithilfe einer systematischen Methode erkennen

Diese Kombination aus Theorie und Praxis hilft Ihnen, Probleme schneller und mit mehr Zuversicht zu beheben – ohne gleich das zu ersetzen, was Sie nicht gemessen haben.

Das eigentliche Problem liegt oft woanders.

Was mich während der Ausbildung am meisten beeindruckt hat, ist, dass technische Kurse wie dieser einen dazu zwingen , strukturell zu denken, bevor man ein Teil austauscht.

In der Praxis werden Sie Folgendes feststellen:

  • Etwa 90 % aller elektrischen Fehler hängen primär mit der Batterie oder dem Netzteil zusammen.
  • Die überwiegende Mehrheit der übrigen Fehler lässt sich auf Kabel, Steckerverbindungen oder Masseverbindungen zurückführen.
  • Elektronische Steuerungen werden oft fälschlicherweise ausgetauscht, obwohl sie selbst einwandfrei funktionieren.

Anders ausgedrückt: Wer vor dem Austausch misst, spart Zeit, Geld und Planungssicherheit.

Die V4-Methode: logisch und effektiv

Während der Ausbildung arbeiteten wir nach einem systematischen Ansatz, der sich leicht in der Praxis anwenden lässt:

  • V1 – Ernährung
    Überprüfung der Batterie und der Spannung unter Last
  • V2 – Verbraucher
    Was wünscht sich der Nutzer eigentlich?
  • V3 – Verbindung + Leitung
    Kabel und Steckverbinder: Übergangswiderstände und Oxidation
  • V4 – Verbindung – Leitung
    Massen: oft unterschätzt, aber entscheidend

Diese Methode vermeidet unnötige Ersatzlieferungen und liefert die nötige Orientierung für jede Diagnose.

Gezieltere Arbeit = besser für alle

Investitionen in technische Schulungen wie diese sind Investitionen in handwerkliches Können. Indem man versteht, was wirklich kaputt ist – und was nicht –, spart man:

  • unnötige Kosten
  • Ausfallzeit
  • Frustration bei Technikern und Kunden

Das ist gut für den Kunden und gut für Sie selbst.

Mehr über die TVH-Universität

Sie möchten teilnehmen oder mehr über die Ausbildungsprogramme erfahren? Besuchen Sie die Website der TVH University : TVH University – Technische Ausbildung

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